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„Du musst für deinen Beruf brennen“- 90 Schüler der Grund- und Mittelschule auf der Suche nach dem Traumberuf beim Berufsfindungstag

„Die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt sind so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr“- mit diesem Zitat stieg Lehrer Reinhard Treml in die Podiumsdiskussion ein, nachdem Schulleiter Richard Lang viele Gäste aus Industrie, Hotel- und Gaststättengewerbe, Handwerk und schulischen Ausbildungseinrichtungen zum ersten schulinternen Berufsfindungstag begrüßen durfte.

Dieser Aussage stimmten alle Teilnehmer ausnahmslos zu, Berufsberater Franz Erlacher betonte jedoch, dass es wichtig sei, die richtigen Stellen mit den richtigen Arbeitskräften zu besetzen. Gerhard Aichinger von der Firma Linhart fügte hinzu, man müsse für seinen Beruf brennen und so könne man –egal ob in Industrie, Hotel, sozialen Berufen oder Handwerk- seinen Weg gehen.

Dass das Handwerk mit seinen kreativen und vielfältigen Anforderungen einen interessanten Einstieg in den Beruf bieten kann, davon wusste Schreinermeister Josef Graf zu berichten.

„Kommt vorbei, schaut es euch an und macht ein Praktikum, wir zeigen euch die vielfältige Welt des Handwerks“, so Josef Graf.

Mit vielen Vorurteilen wie etwa ungünstige Arbeitszeiten und wenig Aufstiegchancen wusste Hotelier Matthias Schweikl aufzuräumen. „Man hat sicher nicht jedes Wochenende und jeden Abend frei, aber die Freizeit unter der Woche ist auch etwas wert. Wir arbeiten auch nicht länger und mehr als in anderen Berufen, und wer Freude am Umgang mit Menschen hat, dem bietet das Hotel- und Gaststättengewerbe ein großartiges Umfeld und gute Aufstiegschancen.“, so der Chef vom Bodenmaiser Bergknappenhof.

Moderator Reinhard Treml wollte vom Beratungslehrer der FOS/BOS Regen, Alois Kusser,  wissen, was ein zukünftiger Fachoberschüler leisten müsse. „Er darf auf keinen Fall schulmüde sein und sollte sich darüber im Klaren sein, dass er auch noch nach der Schule eine oder zwei Stunden für das Lernen aufbringen muss. Außerdem wird eine höhere Eigenverantwortlichkeit gefordert, wenn es zum Fachabitur oder gar zur Hochschulreife gehen soll.“

Ein besonderer Gast in der Expertenrunde war Oberleutnant Neumeier von der Karriereberatung der Bundeswehr, und die Schüler staunten sehr, als sie vernahmen, dass die Bundeswehr mit zu den größten Ausbildungsbetrieben Deutschlands gehört. „Ob als ziviler Auszubildender in vielen technischen Berufen oder in der Verwaltung, aber auch im militärischen Dienst bietet die Bundeswehr sichere Arbeitsplätze und gute Aufstiegschancen.

Aber die Bundeswehr läuft nicht weg- auch mit dem Gesellenbrief in der Tasche kann man sich gerne bewerben“, so OLT Neumeier. Auch die Bürgermeister der Zellertalgemeinden, Hermann Brandl (Arnbruck), Hans Hutter (Drachselsried) und Joachim Haller (Bodenmais) statteten der Veranstaltung einen Besuch ab und verdeutlichten damit ihre Wertschätzung der schulischen Arbeit an der Bodenmaiser Schule.

Nach der Podiumsdiskussion hatten die Schüler Gelegenheit, in den Klassenzimmern Präsentationen der einzelnen Anbieter zu besuchen, in denen Ausbildungsbetriebe und Berufsbilder vorgestellt wurden.

Parallel dazu boten AOK, BKK, die Initiative"FRAUEN unternehmen" sowie die Berufsberater Franz Erlacher und Andrea Haller ein Bewerbungstraining und einen Vewerbungsmappencheck an.

Zudem konnten die Schüler mit ihren Eltern „Schalterstunden“ bei den Betrieben und Schulen zur Beratung buchen.

Interessant war, dass viele Mädchen auch Interesse an typischen Männerberufen zeigten, das Baugewerbe, vertreteten durch die Firmen Weikl (Elektro), Achatz (Heizungsbau), Penzkofer und Zankl (Baugewerbe) konnte regen Andrang auch von Schülerinnen verzeichnen. Unterstützt wurden die Firmen auch  durch Lehrer der Berufsschule Regen. Dass selbstverständlich in unserer Region auch die Glasindustrie eine wichtige Rolle spielt, zeigte das Engagement der Firmen Joska und Kristallglas Zwiesel,  aber auch die Glasfachschule Zwiesel stellte interessante Möglichkeiten der Ausbildung, die teilweise europaweit einmalig sind, vor.

Mit der Präsentation sozialer Berufe durch die Arberlandkliniken, das Mädchenwerk und die Silberbergklink wurden auch die Ausbildungsmöglichkeiten in den sozialen Berufen verdeutlicht.

Am Ende des langen Berufsfindungstages zogen viele der anwesenden Ausbilder, Lehrer und Firmenchefs, aber auch die Schüler und die Eltern ein äußerst positives Resümee . Die Verantwortlichen waren sich einig, mit der gelungenen Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit über 25 Partnern an der Mittelschule Bodenmais geleistet zu haben.

 

Bildunterschrift:

 

Auch die Bayerischen Staatsforsten informierten über die Ausbildungsmöglichkeiten und fanden dabei interessierte Zuhörer auch unter den Eltern.

(Vlnr Diana Harant, Mohammed Alkhuld, Tim Harant, Azubi Max Stoiber und Ausbildungsleiter Paul Hilgart)

 

Die Experten standen bei der Podiumsdiskussion Rede und Antwort, geleitet von Reinhard Treml:

Schreinermeister Josef Graf, Berufsberater Franz Erlacher, OLT Markus Neumeier, Alois Kusser (FOS/BOS Regen),Gerhard Aichinger (Linhart), Matthias Schweikl (Bergknappenhof)

 

Auch die Schreinerinnung war vertreten mit Schreinermeister Stefan Peter, Agnes Birnböck von der Schreinerinnung und Schreinermeister Josef Graf.

 

 

 

 

 

 

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